ISDN
ISDN steht für „Integrated Services Digital Network“, was so viel bedeutet wie dienstintegrierendes digitales Netz. Bei ISDN handelte sich vor Nutzung der DSL-Technologie um eine neue, moderne Kommunikationstechnologie zum Telefonieren, die auch für andere Dienste wie Datenübertragung, Telefax oder Videokonferenzen genutzt werden konnte.
In vielen europäischen Ländern wurden daher von den entsprechenden Telefongesellschaften die bestehenden Fernsprechnetze entsprechend ausgebaut. Deutschland war in Europa sozusagen der Vorreiter und installierte insgesamt mehr als 11 Millionen ISDN-Anschlüsse.
ISDN- Anschlüsse waren sozusagen die Kinderschuhe, ein kleiner Meilenstein in der Entwicklung für ein schnelleres Internet. Ein analoger Zugang über Wählmodem erreichte seinerzeit vielleicht 56 KB/s. Mit ISDN ließen sich immerhin bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von 64 bzw. 128 KB/s erreichen, ein Verbindungsaufbau innerhalb weniger Sekunden war möglich und es gab kaum noch Abbrüche der Verbindung wegen Störungen der Telefonleitung. Auf dem zweiten Datenkanal war das gleichzeitige Telefonieren möglich. ISDN ermöglichte auch im privaten Bereich einen Mehrgeräteanschluss. Dadurch wurde das Anschließen verschiedener ISDN- Endgeräte, z.B. Telefonapparat, Fax-Gerät, PC, aber auch einer TK-Anlage ermöglicht. Er wird auch als „Punkt-zu-Mehrpunkt“ -Verbindung oder als passiver Bus bezeichnet. Seine Reichweite beträgt ca. 150 m; insgesamt können daran bis zu 8 Endgeräte angeschlossen werden. Eine aktive Verbindung können über die zwei Basiskanäle natürlich auch nur zwei Geräte gleichzeitig haben.
Für die physikalische Verbindung von Rechner und ISDN ist ein Adapter erforderlich. Diese Anforderungen können durch interne Lösungen erfüllt werden z.B. durch entsprechende PC-Karten oder durch externe Geräte wie ein ISDN-Modem.